Prüflehren und Prüfaufnahmen aus dem 3D-Druck
Wiederholbare Prüfungen benötigen eine eindeutige und reproduzierbare Bauteilposition. Individuelle Prüflehren, Messaufnahmen und Kontrollvorrichtungen aus dem 3D-Druck können Werkstücke gezielt aufnehmen, Referenzflächen definieren und manuelle oder optische Prüfabläufe vereinfachen. 3D Druck Ravensburg entwickelt Prüfaufnahmen passend zu Bauteil, Messverfahren und Arbeitsplatz.
Die additive Fertigung ist besonders interessant, wenn Prüfmittel kurzfristig benötigt werden, sich Bauteilgeometrien noch ändern oder mehrere Varianten mit angepassten Einsätzen geprüft werden sollen. Statt einer vollständig neuen Vorrichtung kann häufig eine bestehende Grundplatte durch wechselbare, 3D-gedruckte Aufnahmen ergänzt werden.
Typische Anwendungen im Prüfmittelbau
- Bauteilaufnahmen für optische Prüfung und Kamerasysteme
- Messaufnahmen für definierte und wiederholbare Positionierung
- Kontrolllehren für Kontur, Position oder Vollständigkeit
- Einfache Gut-/Ausschuss-Lehren für klar definierte Merkmale
- Prüfhalter für Sensoren, Elektronik und kleine Baugruppen
- Musterträger und Aufnahmen für Vergleichsprüfungen
- Lehren für Bohrbilder, Ausschnitte und Anschlusspositionen
- Aufnahmen für Dokumentation, Kennzeichnung und Endkontrolle
- Wechselbare Einsätze für unterschiedliche Produktvarianten
Auch farbliche Markierungen, Beschriftungsflächen, Bauteilnummern und eine eindeutige Einlegerichtung können konstruktiv vorgesehen werden. Dies unterstützt einen verständlichen Prüfablauf und reduziert Verwechslungen zwischen Varianten.
Referenzflächen und Bauteilschutz richtig auslegen
Bei einer Prüfaufnahme kommt es darauf an, das Werkstück eindeutig zu referenzieren, ohne es zu verspannen oder zu beschädigen. Wir berücksichtigen Auflagepunkte, Anschläge, Entnahme, Bauteiltoleranzen und die Zugänglichkeit der zu prüfenden Merkmale. Empfindliche Oberflächen lassen sich durch TPU-Auflagen oder austauschbare Kontaktbereiche schützen.
Für wiederkehrende Prüfaufgaben können Verschleißteile, Anschläge und Einsätze separat konstruiert werden. Schrauben, Gewindeeinsätze, Magnete oder vorhandene Spannmittel lassen sich je nach Aufgabe mit dem gedruckten Grundkörper kombinieren.
Vom Prüfteil zur passenden Aufnahme
Die Konstruktion kann anhand vorhandener CAD-Daten, einer Zeichnung oder eines Musterteils erfolgen. Bei komplexen Konturen hilft ein 3D-Scan, die relevante Geometrie zu erfassen. Vor dem Einsatz wird die Passform mit einem Muster geprüft und bei Bedarf angepasst.
Das verwendete Prüfkonzept, die zulässigen Toleranzen und die Eignung als formales Mess- oder Prüfmittel müssen vom Anwender beziehungsweise im vereinbarten Projektumfang definiert und freigegeben werden. Gedruckte Lehren ersetzen nicht automatisch ein kalibriertes Messmittel, können aber viele Positionier-, Vergleichs- und Kontrollaufgaben wirtschaftlich unterstützen.
Materialien und reproduzierbare Nachfertigung
Abhängig von Steifigkeit, Verschleiß, Temperatur und Bauteilkontakt stehen PETG, ABS, ASA, PA, PC, TPU und faserverstärkte Werkstoffe zur Verfügung. Nach Freigabe kann die Prüfaufnahme dokumentiert nachgefertigt oder für weitere Varianten angepasst werden. Mehrere identische Aufnahmen lassen sich im Rahmen einer 3D-Druck-Kleinserie für unterschiedliche Arbeitsplätze produzieren.
Prüfaufnahme unverbindlich anfragen
Für eine erste Prüfung benötigen wir Angaben zum Werkstück, zum gewünschten Prüfmerkmal und zur späteren Handhabung. Senden Sie uns CAD-Daten, Zeichnungen oder Fotos und teilen Sie uns mit, welche Position reproduzierbar erreicht werden soll.